Das dicke Ende vermeiden.

Eine eigenständige Methode zur Gewichtsabnahme ist die Magenoperation gewiss nicht. Denn sie kann die Änderung von Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten nicht ersetzen. Vielmehr hängt auch ihr Erfolg am Ende genau davon ab. Aber: eine Operation am Magen kann den Körper dazu bringen, selbst mit der Gewichtsabnahme zu beginnen, so dass der bekannte JoJo-Effekt nicht ins Gewicht fällt. Die Erfahrung aus zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen zeigt: keine andere Vorgehensweise ist effektiver. Keine verspricht mehr Erfolg – auch auf Dauer.

Erfolge der Adipositas-Chirurgie: Die Fakten.

  • Eventuelle Begleiterkrankungen wie Diabetes oder Hypertonie verbessern sich erheblich oder verschwinden völlig, auf Medikamente – auch Insulin – kann häufig verzichtet werden.
  • Über 2/3 der Patienten verlieren mindestens 50% ihres überschüssigen Gewichts und legen es über 10 Jahre oder länger nicht wieder zu.

Sämtliche Lösungen der Chirurgie im Umgang mit dem Krankheitsbild Adipositas laufen letztlich auf ein gemeinsames Ziel hinaus: stets geht es darum, den Magen-/Darmtrakt mit Hilfe eines Eingriffs so „umzubauen“, dass dem Körper weniger Nährstoffe zugeführt werden oder durch den Körper weniger Nährstoffe aufgenommen werden können.

Wir haben zwei Verfahren für Sie im Einsatz, die wir Ihnen hier vorstellen wollen.

Wenn Hunger nicht mehr das Problem ist,
dann ist Essen auch nicht mehr die Lösung.

Beide werden minimalinvasiv (Knopfloch-Chirurgie) durchgeführt, so dass die Belastung für den Körper möglichst gering ist.

Der Schlauchmagen

Ziel dieser Operation ist eine deutliche Verkleinerung des Magens. Um dies zu erreichen, wird er in Längsrichtung, also von oben nach unten, abgenäht. Übrig bleibt so ein schmaler Schlauch, dessen Fassungsvermögen um 2/3 reduziert ist.

Die Vorteile

  • Deutlich früher einsetzendes Sättigungsgefühl
  • Die Magenfunktion bleibt nahezu vollständig erhalten.
  • Der Magen kann weiterhin sämtliche Nahrungsmittel aufnehmen.
  • Reduktion der Entstehung des Hungerhormons „Ghrelin“.

Der Magen-Bypass

Ziel dieser Operation ist neben einer massiven Verkleinerung des Magens auch die Veränderung der Nahrungswege. Dazu wird der Magen im oberen Bereich durchtrennt. Übrig bleibt eine Art „Vormagen“. Über einen Bypass (Umleitung) wird er direkt mit dem unteren Teil des Dünndarms verbunden. Die Folge: der Dünndarm verarbeitet Nahrungssubstanzen nur noch in diesem Teil.

Die Vorteile

  • Nicht nur die Nahrungsmenge, die überhaupt zugeführt werden kann, reduziert sich. Es kann auch nur noch ein Teil davon verarbeitet werden.
  • Insbesondere Kohlenhydrate und Fette werden vom Körper nicht mehr in gewohnter Form aufgenommen.
  • Besonders geeignet für Diabetiker Typ II.