Dauerhaft abnehmen:

Vom Übergewicht
ins Gleichgewicht.

Das Adipositas-Zentrum im Herz-Jesu-Krankenhaus Münster.

Adipositas:
Was ist das?

Es ist unser aller Wunsch, ein Leben im Gleichgewicht zu führen – glücklich, gesund und zufrieden. Ohne Einschränkungen, die den Alltag und unser Wohlbefinden belasten.

Und vor allem: Ohne Krankheiten.

Übergewicht ist eine dieser Einschränkungen. Die Schulmedizin spricht ab einem gewissen Ausmaß von Adipositas. Und Adipositas belastet. Körperlich, aber auch seelisch. Sie macht uns schwerfällig, langsam und behäbig. Oft nagt sie an unserer Selbstachtung. Sie führt dazu, dass wir uns nicht wohl fühlen in unserer Haut. Dass wir mitleidig betrachtet werden. Und nicht selten richtet Adipositas schwere gesundheitliche Folgeschäden an.

Fettsucht ist nicht nur ein Risikofaktor für andere Krankheiten, sondern für sich selbst eine Krankheit. Deswegen spricht man in der Schulmedizin von morbider Adipositas.

Zum Krankheitsbild gehört, dass alle Versuche, überschüssige Kilos dauerhaft abzubauen, misslingen. Der Wille ist da, aber ihn umzusetzen, scheint unmöglich. Eine schier aussichtslose Situation. „Diäten machen dick.“ Diese Aussage lässt sich mittlerweile auch wissenschaftlich bestätigen.

Doch es gibt Wege aus dieser Situation heraus. Sie finden Sie auf dieser Website.

Ihr Adipositas-Team
im Herz-Jesu Krankenhaus Münster

Daten und Fakten


  • Führt jedes Jahr zu 320.000 Todesopfern in Europa.

  • Gilt als zentraler Risiko­faktor für zahl­reiche Folge­erkrankungen.

  • Verringert die Lebens­erwartung um ca. 7 Jahre.

Wie Übergewicht
zu gewichten ist.

Übergewicht ist keine Seltenheit und leichtes Übergewicht noch kein Grund zur Sorge. Maß zu halten auch beim Essen ist gleichwohl eine entscheidende Voraussetzung für ein Leben in Gesundheit.

Lange Zeit galt Adipositas als individuelles Problem: als Folge der Esslust und eines mangelhaften Willens zur Selbstmäßigung. Tatsächlich sind die Ursachen vielfältig. Oft sind es belastende Umstände, die zu Übergewicht führen. Genetische Prägungen können eine Ursache sein, aber auch die besonderen Herausforderungen unserer „Wohlstandsgesellschaft“. Tatsache ist: Adipositas wird inzwischen von der Weltgesundheitsbehörde als Krankheit anerkannt.

Klar ist, unter welchen Bedingungen diagnostisch von Adipositas die Rede sein muss. Die Medizin bedient sich dazu zweier Maßstäbe: dem BMI (Body Mass Index) sowie dem Taillenumfang. Ab einem BMI von 26 spricht man von Übergewicht, ab 30 von Adipositas.  

Problematisch oder gar bedrohlich ist die Adipositas vor allem aufgrund der vielfältigen, oft schwerwiegenden Begleiterkrankungen, die sie auslösen kann. Risikoprofile der Adipositas werden heute nach dem EOSS-System (Edmonton Obesity Staging System) bewertet.   

So berechnen Sie selbst Ihren BMI:

Körpergewicht in kg


Körpergröße in Meter x Körpergröße in Meter

Beispiel:
Ein Mann wiegt 125 kg bei einer Körpergröße von 1,80 Metern. 125 : (1,80 x 1,80) = BMI 38,58

Berechnen Sie Ihren BMI:

Ihr BMI:

Das bedeuten Taillenumfang und BMI:


Taillenumfang bei Männern:

> 94 cm = erhöhtes Risiko

> 102 cm = deutlich erhöhtes Risiko­­


Bei Frauen:

> 80 cm = erhöhtes Risiko

> 88 cm = deutlich erhöhtes Risiko


BMI:

< 20 = Untergewicht

20 - 25 = Normalgewicht

26 - 30 = Übergewicht

ab 30 = Adipositas

31 - 35 = erhöhtes Risiko

35 - 40 = hohes Risiko

> 40 = sehr hohes Risiko

Wie löst man ein schwerwiegendes Problem?

Vielen Adipositas-Betroffenen fällt es schwer, sich selbst zu helfen. Aus Erfahrung wissen wir: die meisten Versuche sind zum Scheitern verurteilt. Doch keine Sorge: Wir lassen Sie mit Ihren Gewichtsproblemen nicht allein. Wir helfen auch dann weiter, wenn scheinbar gar nichts mehr geht.

Dafür steht ein komplettes Expertenteam bereit – vom Ernährungsberater und diversen Fachärzten über den Sporttherapeuten bis hin zum Psychologen. Denn so verschieden die Ursachen für Übergewicht sind, so individuell sind die Lösungswege. Und wir finden den besten Weg für Sie heraus. Versprochen.

Als zentrale Leitlinie dafür dient uns die multimodale Therapie der Deutschen Adipositas Gesellschaft. Sie sieht mögliche Maßnahmen, je nach Schweregrad der Adipositas, in folgenden Bereichen vor: Ernährung, Bewegung, Verhalten, Medikamente und Chirurgie. Die einzelnen Bereiche bauen aufeinander auf.

Adipositasbehandlung

Unser Therapieangebot geht entsprechend in Phasen vor:

Phase I:

  • Individuelle Ernährungsberatung
  • Gruppenschulung Ernährung (z.B. Doc Weight)
  • Diät und Diätberatung
  • Bewegungsangebote und Fitnessprogramme
  • Psychologische Unterstützung

Phase II (optional):

  • Einsatz von Medikamenten

Phase III:

  • Minimalinvasiver chirurgischer Eingriff am Magen

Phase IV:

  • Nachbetreuung

Das dicke Ende vermeiden.

Eine eigenständige Methode zur Gewichtsabnahme ist die Magenoperation gewiss nicht. Denn sie kann die Änderung von Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten nicht ersetzen. Vielmehr hängt auch ihr Erfolg am Ende genau davon ab. Aber: eine Operation am Magen kann den Körper dazu bringen, selbst mit der Gewichtsabnahme zu beginnen, so dass der bekannte JoJo-Effekt nicht ins Gewicht fällt. Die Erfahrung aus zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen zeigt: keine andere Vorgehensweise ist effektiver. Keine verspricht mehr Erfolg – auch auf Dauer.

Erfolge der Adipositas-Chirurgie: Die Fakten.

  • Eventuelle Begleiterkrankungen wie Diabetes oder Hypertonie verbessern sich erheblich oder verschwinden völlig, auf Medikamente – auch Insulin – kann häufig verzichtet werden.
  • Über 2/3 der Patienten verlieren mindestens 50% ihres überschüssigen Gewichts und legen es über 10 Jahre oder länger nicht wieder zu.

Sämtliche Lösungen der Chirurgie im Umgang mit dem Krankheitsbild Adipositas laufen letztlich auf ein gemeinsames Ziel hinaus: stets geht es darum, den Magen-/Darmtrakt mit Hilfe eines Eingriffs so „umzubauen“, dass dem Körper weniger Nährstoffe zugeführt werden oder durch den Körper weniger Nährstoffe aufgenommen werden können.

Wir haben zwei Verfahren für Sie im Einsatz, die wir Ihnen hier vorstellen wollen.

Wenn Hunger nicht mehr das Problem ist,

dann ist Essen auch nicht mehr die Lösung.

Beide werden minimalinvasiv (Knopfloch-Chirurgie) durchgeführt, so dass die Belastung für den Körper möglichst gering ist.

 

 

Der Schlauchmagen

Ziel dieser Operation ist eine deutliche Verkleinerung des Magens. Um dies zu erreichen, wird er in Längsrichtung, also von oben nach unten, abgenäht. Übrig bleibt so ein schmaler Schlauch, dessen Fassungsvermögen um 2/3 reduziert ist.

Die Vorteile

  • Deutlich früher einsetzendes Sättigungsgefühl
  • Die Magenfunktion bleibt nahezu vollständig erhalten.
  • Der Magen kann weiterhin sämtliche Nahrungsmittel aufnehmen.
  • Reduktion der Entstehung des Hungerhormons „Ghrelin“.

Der Magen-Bypass

Ziel dieser Operation ist neben einer massiven Verkleinerung des Magens auch die Veränderung der Nahrungswege. Dazu wird der Magen im oberen Bereich durchtrennt. Übrig bleibt eine Art „Vormagen“. Über einen Bypass (Umleitung) wird er direkt mit dem unteren Teil des Dünndarms verbunden. Die Folge: der Dünndarm verarbeitet Nahrungssubstanzen nur noch in diesem Teil.

Die Vorteile

  • Nicht nur die Nahrungsmenge, die überhaupt zugeführt werden kann, reduziert sich. Es kann auch nur noch ein Teil davon verarbeitet werden.
  • Insbesondere Kohlenhydrate und Fette werden vom Körper nicht mehr in gewohnter Form aufgenommen.
  • Besonders geeignet für Diabetiker Typ II.

Veranstaltungen
und Termine.

Nehmen Sie die Gelegeheit wahr und informieren Sie sich eingehender über das Thema Adipositas. Hierzu empfehlen wir Ihnen den Besuch der folgenden Veranstaltungen:

Behandlung der Diabetes mellitus durch Gastroenterologen & Chirurgen

Fortbildungswoche der Ärztekammer WL

Details zur Veranstaltung

Bluthochdruck – fragt die Experten

Fachvortrag im Rahmen des Welthypertonietages

Details zur Veranstaltung

Vortrag Dr. Barbara Stöckmann & Petra Neubauer

Themenabend der Selbsthilfegruppe Adipositas

Details zur Veranstaltung

Metabolische Chirurgie: Wie der Typ II-Diabetes eine chirurgische Erkrankung wurde

Fachvortrag am Leonardo Campus, Münster

Details zur Veranstaltung

Chirurgische Behandlung der Adipositas & des Diabetes mellitus

Patientenseminar im Herz-Jesu-Krankenhaus, Münster-Hiltrup

Details zur Veranstaltung

Treffen der Selbsthilfegruppe

Selbsthilfegruppen sind wichtig: Denn auf dem Weg zu einer deutlichen Gewichtsreduktion durchläuft man auch das ein oder andere Tal. Der Austausch mit anderen Betroffenen macht Mut, gibt Kraft und stärkt das Selbstwertgefühl.

Veranstaltungen im Überblick

Zu diesen Themenabenden laden wir Sie herzlich ein.

Details zu den Veranstaltungen

Wir gehen mit Ihnen
durch Dick & Dünn.

Uns ist es ganz egal, ob Sie Informationen für eine anstehende Operation benötigen oder Tipps für die Zeit danach. Vielleicht brauchen Sie unseren Ratschlag bei Alltagsproblemen rund ums Thema Übergewicht. Oder einen Hinweis für den Umgang mit Ihrer Krankenkasse.

Was Sie auch bewegen mag: Wir sind immer für Sie da.

Ihre Ansprechpartner:

  • Prof. Dr. Rüdiger Horstmann
    Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- & Gefäßchirurgie am Herz-Jesu-Krankenhaus, Münster-Hiltrup
    www.hjk-muenster.de
  • Dr. Canan Toksoy
    Fächärztin für Viszeralchirurgie & Spezielle Viszeralchirurgie, Leiterin der Adipositas-Sprechstunde       am Herz-Jesu-Krankenhaus, Münster-Hiltrup
    www.hjk-muenster.de

In Kooperation mit folgenden Ernährungsmedizinern:

Das Adipositaszentrum des Herz-Jesu-Krankenhauses in Münster erreichen Sie unter:

Telefon: 0 25 01 - 17 23 99

Oder besuchen Sie uns:

Adipositas-Centrum Münster im Herz-Jesu-Krankenhaus

Westfalenstraße 109
48165   Münster-Hiltrup

Prof. Dr. Rüdiger Horstmann

Dr. Canan Toksoy

Downloads

  • Patientenbroschüre

    Sie möchten alle Informationen gebündelt zum Nachlesen haben? Dann laden Sie sich unsere Patientenbroschüre herunter.

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  • Nachsorgepass

    Für die Zeit nach Ihrer OP empfehlen wir Ihnen die Nutzung unseres Nachsorgepasses – mit vielen Hinweisen, Tipps und einem Grundraster zum Eintragen Ihrer Werte.

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  • Screeningbogen

    6 Fragen zu Ihrer persönlichen Motivation. Bitte bringen Sie diesen Fragebogen zu Ihrem ersten Termin im Adipositas Centrum mit. So lernen wir Sie schneller besser kennen.

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  • Fragebogen Ernährung

    Dieser Fragenkatalog gibt unserem Expertenteam die grundlegenden Informationen, die wir für die Einschätzung des Ist-Zustandes und die Ausarbeitung Ihrer individuellen Therapie benötigen. Füllen Sie die Bögen gerne schon vor Ihrem ersten Termin aus, soweit Sie können. Offene Punkte ergänzen Sie dann im Rahmen des ersten Termins gemeinsam mit unseren Experten.

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  • Ernährungstagebuch

    Ein Basiselement für Ihre Therapie. Schaffen Sie sich mit dieser Vorlage einen Überblick über Ihre Ess- und Trinkgewohnheiten. So gewinnen Sie die Kontrolle zurück.

    pdf herunterladen Größe: 483 KB